Ehrlicher Rechner

Nennkapazität ist nicht Nutzstrom

Balkonkraftwerk Speichergröße: was von den kWh ankommt

Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026

Balkonkraftwerk & Speicher Rechner, kostenlos, Preis 0 EUR. Die Web-Anwendung rechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Speicherverluste und Amortisation im Browser. Eingespeister Strom zählt mit 0 Euro.

Auf dem Karton steht die Nennkapazität. Im Haus kommt weniger an. Die Tabelle rechnet es mit den Annahmen dieses Rechners aus.

Von der Nennkapazität zum Abendstrom

Die Zahlen sind Modellannahmen dieser Seite und keine Herstellerangaben: 90 Prozent nutzbare Kapazität und 88 Prozent Umwandlungswirkungsgrad beim Entladen. Echte Geräte können abweichen.

Nennkapazität, nutzbar und im Haus
NennkapazitätNutzbar (90 %)Im Haus (88 % davon)
1,6 kWh1,44 kWh1,27 kWh
2,0 kWh1,8 kWh1,58 kWh
2,4 kWh2,16 kWh1,9 kWh
3,2 kWh2,88 kWh2,53 kWh
4,8 kWh4,32 kWh3,8 kWh

Die Größen entsprechen den Auswahlstufen im Rechner. Gerechnet mit den Konstanten des Rechners.

Warum mehr Speicher nicht immer mehr bringt

Ein Speicher verschiebt Mittagsüberschuss in den Abend. Er erzeugt keinen Strom. Wer tagsüber ohnehin viel verbraucht, nutzt das Modul direkt, und der Speicher bleibt oft halb leer. Die Größe lohnt sich nur, wenn mittags auch Überschuss da ist.

Die Obergrenze bleibt bei 800 VA ins Netz, Modulleistung bis 2.000 W. Was darüber liegt, wird abgeregelt, außer ein DC-gekoppelter Speicher nimmt es vorher auf. Ist er voll, hilft er nicht weiter.

Was Hersteller als Ausbaustufen nennen

Die Produktkarten im Rechner (Stand 15.10.2026) nennen als Beispiele: Anker Solarbank 2 Pro mit 1,6 kWh, erweiterbar auf bis zu 9,6 kWh. Zendure AB2000 mit 1,92 kWh, bis zu vier Akkus (7,68 kWh) an einem Hyper 2000. EcoFlow STREAM mit je 1,92 kWh. Das sind Herstellerangaben und keine Empfehlung.

Ein größerer Speicher kostet mehr. Ob sich der Aufpreis rechnet, zeigt der Rechner unter dem Ergebnis als eigene Amortisation des Speichers.

So findest du deine Größe

Stell im Rechner „Ohne Speicher“ ein und danach die Größen nacheinander. Die Differenz ist der Beitrag des Speichers. Wird sie von Stufe zu Stufe kleiner, ist die nächste Größe nicht mehr viel wert.

Ob dein Speicher angemeldet werden muss, steht auf den Seiten zum Nachrüsten und Anmelden.

Speichergröße mit dem Rechner abschätzen

Vier Schritte mit den Stufen des Rechners.

  1. Ohne Speicher starten. Stell Modulleistung, Ausrichtung und Verbrauch ein und wähle „Ohne Speicher“. Merk dir die Ersparnis.

  2. Größe erhöhen. Wähle nacheinander 1,6, 2,0, 2,4, 3,2 und 4,8 kWh und lies jedes Mal die Ersparnis ab.

  3. Zuwachs vergleichen. Schau, um wie viel die Ersparnis von Stufe zu Stufe steigt. Der Zuwachs sinkt, wenn der Überschuss aufgebraucht ist.

  4. Preis danebenlegen. Vergleiche die Amortisation des Speichers mit dem Preis der Stufe. Kleiner kann sich schneller bezahlt machen.

Quellen

Keine Rechtsberatung. Die Seite gibt wieder, was die genannten Stellen am 18.10.2026 geschrieben haben. Was dort nicht steht, steht auch hier nicht. Im Zweifel fragst du deinen Netzbetreiber. Die Kapazitätsfaktoren stammen aus dem Modell dieses Rechners und nicht aus diesen Quellen.

Fragen

Wie viel Strom bringt ein 2-kWh-Speicher abends wirklich?

Im Modell dieses Rechners rund 1,6 kWh. Davon sind 90 Prozent der Nennkapazität nutzbar und beim Entladen kommen 88 Prozent an. Das sind Modellannahmen, keine Herstellerangaben.

Ist ein größerer Speicher immer besser?

Nein. Ein Speicher verschiebt nur den Mittagsüberschuss in den Abend. Wer tagsüber viel verbraucht, nutzt das Modul direkt, und ein größerer Speicher bleibt oft leer. Der Rechner zeigt den Zuwachs je Stufe.

Darf der Speicher mehr als 800 Watt ins Netz geben?

Für ein Steckersolargerät nach den Sonderregeln ist die Wechselrichterleistung auf insgesamt 800 VA begrenzt, und es zählt die höchste wählbare Leistung. Die Bundesnetzagentur nennt diese Grenze in ihrer FAQ.