Nur geprüfte Kassen
Wer zahlt 2026 auf ein Balkonkraftwerk?
Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026
Balkonkraftwerk & Speicher Rechner, kostenlos, Preis 0 EUR. Die Web-Anwendung rechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Speicherverluste und Amortisation im Browser. Eingespeister Strom zählt mit 0 Euro.
Der Bund nicht. Sachsen nicht mehr. München ja, nach einer Formel, die du vor dem Kauf beantragst. Einen eigenen Speicherzuschuss nennt München nicht.
Bund: kein Programm
Die Kurzinformation des Wirtschaftsministeriums, Stand März 2026, sagt zwei Dinge. Es gibt in einigen Kommunen, Landkreisen und Ländern direkte Zuschüsse. Und: Eine Förderung ist für den wirtschaftlichen Betrieb nicht erforderlich, deshalb ist keine Förderung auf Bundesebene geplant. Eine KfW-Summe fürs Balkonkraftwerk steht in dieser Information nicht. Weil dort keine Zahl steht, steht hier auch keine.
Sachsen: 300 Euro, und vorbei
Die Sächsische Aufbaubank schreibt auf ihrer Seite zu den Balkonkraftwerken: Programmteil B der Förderrichtlinie ist am 30. Juni 2026 außer Kraft getreten. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich. Hinweise vom 1. Juli und vom 30. September 2026 wiederholen das. Wer bis zum 30. Juni einen vollständigen Antrag gestellt hat und noch keinen Bescheid hat, soll sich bis zum 30. November 2026 mit der Referenznummer melden.
Der Festbetrag, den das ausgelaufene Programm zahlte, waren 300 Euro je Wohneinheit, einmalig, für Anschaffung und Inbetriebnahme einer netzgekoppelten Stecker-PV-Anlage ab 300 Wattpeak. Ein zusätzlicher Akku war zulässig und nicht förderschädlich, hob die 300 Euro aber nicht an. Inselanlagen waren ausgeschlossen. Das ist die Beschreibung eines beendeten Programms, kein Angebot.
München: 0,40 Euro je Wattpeak
Die Landeshauptstadt München fördert im Programm Klimaneutrale Gebäude den Kauf und die Installation steckbarer Photovoltaikgeräte. Satz: 0,40 Euro je Wattpeak, bis 800 Wattpeak je Wohneinheit, höchstens 50 Prozent der Kosten. Für Inhaber eines München-Passes 95 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Antrag muss vor Bestellung oder Kauf gestellt werden. Liegt das Rechnungsdatum davor, wird abgelehnt. Gebäude nur im Stadtgebiet, die antragstellende Person zahlt die Rechnung selbst.
Die Richtlinie vom 1. Juli 2026, Kapitel 5.3, zählt zu den Investitionskosten den Anschaffungspreis des Geräts sowie Installation und Befestigung. Einen eigenen Posten für einen Batteriespeicher nennt das Kapitel nicht. Ob ein Setpreis, in dem ein Akku steckt, in voller Höhe durchgeht, steht dort nicht. Die technische Obergrenze in derselben Richtlinie: Module bis 2.000 Wattpeak, Wechselrichter bis 800 Watt.
| Förderfähige Kosten, 800 Wp | 0,40 Euro mal 800 | 50 Prozent der Kosten | Zuschuss |
|---|---|---|---|
| 800 Euro | 320 Euro | 400 Euro | 320 Euro |
| 500 Euro | 320 Euro | 250 Euro | 250 Euro |
Arithmetik aus dem veröffentlichten Satz. Kein Bescheid. Bei 800 Euro greift die Wattpeak-Deckelung, bei 500 Euro die Hälfte der Rechnung.
Was das am Speicher ändert
Im Modell kostet der 2-kWh-Speicher 667 Euro und bringt an 800 Wp Süd 55 Euro im Jahr. Selbst wenn eine Kasse 320 Euro dazugäbe, blieben 347 Euro und 6,3 Jahre. München deckelt aber bei 50 Prozent und nennt den Speicher nicht als eigenen Zuschuss. Ziehe nur einen Betrag ab, der in deinem Bescheid steht. Der Rechner zieht von sich aus nichts ab.
Speicherbeitrag ohne Förderung nachrechnen0 Prozent Umsatzsteuer, das ist die BundesregelWann sich der Speicher ohne Zuschuss rechnet
Einen Zuschuss prüfen, bevor du kaufst
Erst die Richtlinie, dann die Bestellung.
Ebene klären. Bund: das Wirtschaftsministerium plant keine Förderung. Land und Stadt haben eigene Seiten. Eine Shop-Liste ist keine Richtlinie.
Datum lesen. Sachsen nimmt seit dem 30. Juni 2026 keine Anträge mehr an. München verlangt den Antrag vor der Rechnung.
Satz ausrechnen. In München: 0,40 Euro je Wattpeak, höchstens 800 Wattpeak, und danach die 50-Prozent-Grenze der förderfähigen Kosten.
Speicher getrennt fragen. Wenn die Richtlinie den Akku nicht nennt, rechne ihn nicht in den Zuschuss. Frag die Stelle, bevor du den Setpreis ansetzt.
Stand: Oktober 2026
Quellen
- BMWE, Kurzinformation zu Steckersolargeräten (PDF)Stand März 2026. 800 VA und 2.000 Watt, Schuko bis 960 Watt nach DIN VDE V 0126-95:2025-12, Speicher im Register und beim Netzbetreiber, keine Bundesförderung geplant, 0 Prozent Umsatzsteuer seit 2023. Abgerufen am 21.10.2026.
- SAB Sachsen, BalkonkraftwerkeProgrammteil B außer Kraft am 30. Juni 2026. Festbetrag war 300 Euro, ein zusätzlicher Akku erhöhte ihn nicht. Antragstellung beendet. Abgerufen am 21.10.2026.
- Landeshauptstadt München, Förderung Stecker-Solar-Geräte (FKG)0,40 Euro je Wp, bis 800 Wp je Wohneinheit, höchstens 50 Prozent der Kosten. München-Pass 95 Prozent. Antrag vor dem Kauf. Abgerufen am 21.10.2026.
- München, FKG-Richtlinie, Fassung 1. Juli 2026 (PDF)Kapitel 5.3: Kauf und Installation, förderfähig sind Anschaffung, Installation und Befestigung. Ein eigener Speicherzuschuss ist dort nicht genannt. Abgerufen am 21.10.2026.
Keine Rechtsberatung und keine Kaufempfehlung. Stand: Oktober 2026. Wiedergegeben ist nur, was die verlinkten Stellen schreiben. Im Zweifel gilt der Text dort, nicht diese Zusammenfassung. Für NRW, Bayern als Land, Berlin, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg ist hier bewusst keine Summe genannt.
Fragen
Gibt es 2026 eine KfW-Förderung fürs Balkonkraftwerk?
In der Kurzinformation des Wirtschaftsministeriums vom März 2026 steht, dass keine Förderung auf Bundesebene geplant ist. Einen KfW-Betrag nennt sie nicht. Einen Betrag, der dort nicht steht, setzen wir nicht ein.
Zahlt Sachsen noch 300 Euro?
Nein. Die Sächsische Aufbaubank schreibt, dass die Antragstellung seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr möglich ist und Programmteil B am 30. Juni 2026 auslief. Die 300 Euro beschreiben das beendete Programm.
Fördert München den Speicher extra?
Kapitel 5.3 der FKG-Richtlinie vom 1. Juli 2026 fördert Kauf, Installation und Befestigung des Stecker-Solar-Geräts. Einen eigenen Speicherzuschuss nennt es nicht. Der Satz ist 0,40 Euro je Wattpeak, gedeckelt bei 800 Wattpeak und bei 50 Prozent der Kosten.