Zwei Brüche, ein Zähler
Was ist die Eigenverbrauchsquote in diesem Rechner?
Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026
Balkonkraftwerk & Speicher Rechner, kostenlos, Preis 0 EUR. Die Web-Anwendung rechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Speicherverluste und Amortisation im Browser. Eingespeister Strom zählt mit 0 Euro.
Der Anteil deines Solarstroms, der im Haus ankommt. Daneben steht der Autarkiegrad: welcher Teil deines Verbrauchs daher kommt. Beides sind Brüche aus dem Stundenmodell, keine gesetzliche Quote.
Dieselben Worte, zwei Nenner
Die Verbraucherzentrale trennt am 2. Juli 2026 zwei Dinge. Eigenverbrauch ist der Anteil des Solarstroms, der im Haus genutzt wird. Der Autarkiegrad ist die Unabhängigkeit vom Stromversorger. Ein Speicher hebt beide, weil Strom, der sonst ins Netz ginge, abends noch im Haus ankommt.
Der Rechner setzt das so um. Eigenverbrauchsquote = selbst genutzte Kilowattstunden geteilt durch den Gleichstrom des Jahres. Autarkiegrad = dieselben selbst genutzten Kilowattstunden geteilt durch den Jahresverbrauch, den du eingibst. Selbst genutzt sind Direktverbrauch plus Abgabe aus dem Speicher. Export und Abregelung stehen im Zähler nicht.
Eine gesetzliche Definition der Eigenverbrauchsquote in Prozent steht in den gelesenen Paragraphen nicht. § 3 EEG definiert das Steckersolargerät und die unentgeltliche Abnahme, nicht einen Sollwert für den Eigenverbrauch. Die Prozente auf dieser Seite sind deshalb Modellergebnisse.
Der Standardlauf in beiden Brüchen
1.600 Wp Süd, 800 W Wechselrichter, 15 Prozent Abschlag, 2.500 kWh Verbrauch, 150 W Grundlast, 0,35 Euro. Der Gleichstrom ist 1.292 kWh, mit und ohne Speicher. Der Speicher erzeugt nichts, er verschiebt.
| Ohne Speicher | Mit 2,0 kWh | |
|---|---|---|
| Selbst genutzt | 568,6 kWh | 874,0 kWh |
| Geteilt durch 1.292 kWh | 44,0 Prozent | 67,6 Prozent |
| Geteilt durch 2.500 kWh | 22,7 Prozent | 35,0 Prozent |
| Export, nicht im Zähler | 646,2 kWh | 312,0 kWh |
568,6 / 1.292 = 0,440. 874,0 / 1.292 = 0,676. 568,6 / 2.500 = 0,227. 874,0 / 2.500 = 0,350. Gerundet auf eine Nachkommastelle der Prozentzahl.
Warum eine hohe Quote wenig Autarkie sein kann
Bei 800 Wp Süd ohne Speicher nutzt das Modell 426,2 von 646 kWh selbst. Das sind 66,0 Prozent Eigenverbrauch, aber nur 17,0 Prozent des Jahresverbrauchs von 2.500 kWh. Mit 2,0 kWh Speicher steigen die Quoten auf 90,3 Prozent und 23,3 Prozent. Fast der ganze kleine Ertrag bleibt im Haus, der Haushalt hängt weiter am Netz.
Bei 2.000 Wp ohne Speicher ist es umgekehrt: 607,6 von 1.615 kWh, also 37,6 Prozent Eigenverbrauch, Autarkie 24,3 Prozent. Mit 2,0 kWh werden daraus 61,9 Prozent und 40,0 Prozent. Mehr Modul senkt die Quote, solange der Mittag ins Netz läuft, und hebt die Autarkie, weil der Zähler absolut größer wird.
Die Grundlast schiebt beide Zahlen. Liegt sie hoch, verbrauchen die Module den Strom schon mittags. Die Quote ohne Speicher steigt, der Speicher findet weniger Überschuss. Im Rechner ziehst du den Regler, statt eine pauschale Quote zu glauben.
800 Wp: hohe Quote, kleine Autarkie2.000 Wp: die Quote fällt, die Autarkie steigtDieselben Kilowattstunden in Euro
Die Prozente fürs Einfamilienhaus bleiben dort
Die Verbraucherzentrale schreibt am 2. Juli 2026, der Autarkiegrad könne sich in einem typischen Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage von rund 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent erhöhen. Denselben Artikel nennt als Richtwert für die Speichergröße etwa 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und die Kapazität in Kilowattstunden solle bei kleinen Anlagen nicht viel größer sein als die Leistung in Kilowatt. Das Beispiel dort: 5 kWp, 5.000 kWh Verbrauch, rund 7,5 kWh Speicher.
Ein Steckersolargerät endet bei 2.000 Watt Modulen und 800 VA am Wechselrichter. Die 70 Prozent und die 7,5 kWh sind damit keine Zielwerte für den Balkon. Der Rechner benutzt sie nicht. Er rechnet die Stunde. Im Winter, November bis Februar, liefert die Anlage wenig. Die Verbraucherzentrale sagt dazu, dass auch ein noch so großer Speicher unter hiesigen Bedingungen keine 100 Prozent Autarkie erreicht. Eine saisonale Speicherung vom Sommer in den Winter nennt sie nicht umsetzbar.
Was von der Nennkapazität abends ankommtWarum das Modell nur den DC-Weg kennt
Quote und Autarkiegrad aus dem Rechner ablesen
Ein Lauf, zwei Divisionen. Der Speicher steht in beiden nur im Zähler.
Gleichstrom und Eigenverbrauch ablesen. Notiere die erzeugten Kilowattstunden und die selbst genutzten. Die Quote ist die zweite Zahl geteilt durch die erste.
Durch den Jahresverbrauch teilen. Teile dieselben selbst genutzten Kilowattstunden durch den Verbrauch, den du eingestellt hast. Das ist der Autarkiegrad.
Speicher nur als Verschiebung lesen. Der Gleichstrom bleibt gleich, wenn du nur den Speicher änderst. Was steigt, ist der Anteil, der nicht mehr als Export bei 0 Euro liegt.
Hausprozente liegen lassen. 25 bis 30 Prozent und bis zu 70 Prozent stehen bei der Verbraucherzentrale für ein Einfamilienhaus mit Dachanlage. Für 800 VA sind sie kein Soll.
Stand: 21. Oktober 2026
Quellen
- Verbraucherzentrale, Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?Stand 2. Juli 2026. AC-Kopplung speist erst ins Hausnetz und lädt von dort, DC lädt fast direkt aus dem Solargenerator und nutzt einen Hybridwechselrichter. DC hat im Schnitt etwas weniger Umwandlungsverluste, AC ist oft leichter nachzurüsten. Autarkie im typischen Einfamilienhaus von rund 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent. Richtwert etwa 1,5 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, Beispiel 5 kWp und 5.000 kWh mit rund 7,5 kWh. Preise etwa 300 bis 700 Euro je kWh ab 5 kWh inklusive Installation. Erwartete Lebensdauer 10 bis 15 Jahre. Abgerufen am 21.10.2026. Das sind Hausanlagen, nicht das Balkon-Modell.
- § 3 EEG 2023, BegriffsbestimmungenNummer 43 definiert das Steckersolargerät als Solaranlage, Wechselrichter, Anschlussleitung und Stecker, ohne Speicher. Nummer 1 zählt Einrichtungen mit, die ausschließlich aus Erneuerbaren zwischengespeicherte Energie wieder in Strom umwandeln. Nummer 46a verweist die unentgeltliche Abnahme auf § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2. Abgerufen am 21.10.2026.
- § 8 EEG 2023, AnschlussAbsatz 5a: Steckersolargeräte bis 2 kW und 800 VA hinter der Entnahmestelle, unentgeltliche Abnahme, Anschluss ohne zusätzliche Meldung an den Netzbetreiber. MaStR-Pflichten bleiben. Abgerufen am 21.10.2026.
- Bundesnetzagentur, FAQ Balkon-SolaranlagenSteckersolargerät nach § 3 Nr. 43 EEG, 2.000 Watt Module, 800 VA, höchste wählbare Leistung, unentgeltliche Abnahme, keine Netzbetreiber-Meldung für das Gerät selbst, Zähler nach § 10a EEG. Ein Abschnitt nennt den Stand 21.02.2025. Abgerufen am 21.10.2026.
Keine Rechtsberatung und keine Kaufempfehlung. Stand: 21. Oktober 2026. Wiedergegeben ist nur, was die verlinkten Stellen schreiben oder was der Rechner aus den genannten Annahmen ausgibt. Im Zweifel gilt der Text der Behörde, nicht diese Zusammenfassung. Die Prozente sind Brüche aus dem Stundenmodell bei den genannten Annahmen. Die Verbraucherzentrale nennt diese Balkonwerte nicht.
Fragen
Ist eine Eigenverbrauchsquote von 70 Prozent am Balkon das Ziel?
Die Verbraucherzentrale nennt bis zu 70 Prozent Autarkiegrad für ein typisches Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage und Speicher, Stand 2. Juli 2026. Für das Steckersolargerät rechnet dieses Modell anders. Bei 1.600 Wp Süd und 2 kWh liegt der Autarkiegrad bei 35,0 Prozent, die Eigenverbrauchsquote bei 67,6 Prozent.
Steigt die Quote, wenn ich mehr Module lege?
Im Modell ohne Speicher nein. Bei 800 Wp Süd sind es 66,0 Prozent, bei 2.000 Wp 37,6 Prozent, weil mehr Mittagsstrom ins Netz geht. Die Autarkie steigt dabei von 17,0 auf 24,3 Prozent. Der Speicher holt einen Teil des Exports zurück.
Zählt der eingespeiste Strom zur Quote?
Nein. Im Zähler stehen nur Direktverbrauch und die Abgabe aus dem Speicher. Export und Abregelung bleiben draußen und sind in der Ersparnis 0 Euro, solange die unentgeltliche Abnahme gilt.