Formel, dann die Zahlen
Wann rechnet sich der Speicher am Balkonkraftwerk?
Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026
Balkonkraftwerk & Speicher Rechner, kostenlos, Preis 0 EUR. Die Web-Anwendung rechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Speicherverluste und Amortisation im Browser. Eingespeister Strom zählt mit 0 Euro.
Nur über den Strom, den du selbst verbrauchst. Eingespeiste Kilowattstunden bleiben in diesem Rechner bei 0 Euro. Den Preis trägst du selbst ein.
Drei Zeilen, mehr steht nicht dahinter
Ersparnis im Jahr = selbst genutzte Kilowattstunden × Arbeitspreis. Die einfache Amortisation = deine Kosten geteilt durch diese Ersparnis. Eine Strompreissteigerung steckt in dieser Teilung nicht.
Selbst genutzt ist die Summe aus zwei Strömen: was die Module in derselben Stunde direkt decken, plus was der Speicher später abgibt. Was ins Netz geht, und was der Wechselrichter abregelt, zählt mit 0 Euro.
Der Grund für die Null steht im Gesetz und bei der Bundesnetzagentur. § 8 Absatz 5a EEG knüpft die Sonderregeln an die unentgeltliche Abnahme. Die Bundesnetzagentur schreibt, dass der Betreiber dabei keine Einspeisevergütung erhält. Die Verbraucherzentrale sagt im FAQ vom 6. März 2026 dasselbe für Steckersolar-Geräte nach dem Solarpaket I vom Mai 2024. Wer stattdessen die reguläre Vergütung will, verlässt diese Sonderregeln. Einen Vergütungssatz in Cent setzen wir nicht ein, weil er in den gelesenen Stellen nicht als Rechenwert für diesen Fall steht.
Wann die 800-VA-Sonderregeln geltenJede Konstante des Rechners
Ein Lauf, den du nachrechnen kannst
Voreinstellung des Rechners: 1.600 Wp, Süd, Wechselrichter 800 W, ehrlicher Abschlag von 15 Prozent an, Jahresverbrauch 2.500 kWh, Grundlast 150 W von 8 bis 16 Uhr, Arbeitspreis 0,35 Euro je kWh. Die Modellkosten sind 532 Euro für die Module und 667 Euro für 2,0 kWh, zusammen 1.199 Euro. Das ist die interne Preistabelle, keine Händlerrechnung. Im Feld Kosten ersetzt du sie durch den Betrag, den du überwiesen hast.
| Ohne Speicher | Mit 2,0 kWh | |
|---|---|---|
| Gleichstrom nach 15 Prozent | 1.292 kWh | 1.292 kWh |
| Direkt verbraucht | 568,6 kWh | 568,6 kWh |
| Aus dem Speicher | 0 kWh | 305,4 kWh |
| Selbst genutzt | 568,6 kWh | 874,0 kWh |
| Export, 0 Euro | 646,2 kWh | 312,0 kWh |
| Abgeregelt, 0 Euro | 77,2 kWh | 64,4 kWh |
| Ersparnis | 199,01 Euro | 305,90 Euro |
| Eigenverbrauchsquote | 44,0 Prozent | 67,6 Prozent |
| Autarkiegrad | 22,7 Prozent | 35,0 Prozent |
| Kosten im Modell | 532 Euro | 1.199 Euro |
| Einfache Amortisation | 2,7 Jahre | 3,9 Jahre |
568,6 × 0,35 = 199,01. 874,0 × 0,35 = 305,90. 532 / 199,01 = 2,67 Jahre, gerundet 2,7. 1.199 / 305,90 = 3,92 Jahre, gerundet 3,9. Export und Abregelung sind auf eine Nachkommastelle gerundet.
Was nur der Speicher beiträgt
Die freundliche Zahl ist die Amortisation des ganzen Sets, 3,9 Jahre. Sie mischt die Module, die sich ohne Akku schon in 2,7 Jahren rechnen, mit dem Speicher. Für die Kaufentscheidung zählt die Differenz.
305,90 Euro minus 199,01 Euro sind 106,89 Euro im Jahr, die der Speicher in diesem Lauf zusätzlich lässt. Sein Anteil an den Modellkosten sind 667 Euro. 667 geteilt durch 106,89 sind 6,24 Jahre, gerundet 6,2. Steigt der Strompreis nicht, und bleibt der Ertrag wie im ersten Jahr, ist das die einfache Rückzahldauer nur des Speichers.
In demselben Lauf nimmt der Speicher rund 347 kWh auf und gibt 305,4 kWh ab. Das Verhältnis ist der hinterlegte Umwandlungswirkungsgrad von 88 Prozent. Die 12 Prozent dazwischen sind kein Ertrag.
Dieselbe Differenz bei nur 800 Wp Süd und 2 kWh liegt im Modell bei 55 Euro im Jahr und 12,1 Jahren auf die 667 Euro. Bei 2.000 Wp sind es 137 Euro und 4,9 Jahre. Der Speicher wird interessanter, wenn mittags mehr übrig bleibt, als die Grundlast schluckt. Die Verbraucherzentrale schreibt das im FAQ vom 6. März 2026 genauso: Ein Speicher wird finanziell umso interessanter, je höher der Verbrauch und je größer das Steckersolar-Gerät ist. Eine Pflicht, einen Speicher zu kaufen, steht dort nicht.
1.600 Wp und 2 kWh im Reiter NachrüstungDieselbe Anlage ohne SpeicherDer engere Fall: nur 800 Wp
Die Zehn-Jahres-Kurve ist eine andere Rechnung
Neben der einfachen Teilung zeichnet der Rechner zehn Jahre. Darin steigen der Arbeitspreis um 3 Prozent je Jahr, die direkt genutzte Solarenergie sinkt um 0,5 Prozent je Jahr, die Energie aus dem Speicher zusätzlich um 2 Prozent je Jahr. Das sind Schalter im Programm, keine Prognose der Bundesnetzagentur und keine Empfehlung der Verbraucherzentrale.
Die Verbraucherzentrale warnt am 2. Juli 2026 davor, die Lebensdauer des Speichers mit der der Module gleichzusetzen und Strompreissteigerungen von 4 bis 8 Prozent anzusetzen. Sie nennt für Batteriespeicher eine erwartete Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Die Kurve hier läuft zehn Jahre und ersetzt den Akku nicht. Im Standardlauf kreuzt sie die Null bei 3,8 Jahren. Das ist kürzer als die einfachen 3,9 Jahre, weil die 3 Prozent Preissteigerung die Alterung in den ersten Jahren überwiegt. Wer die Steigerung nicht glaubt, bleibt bei der einfachen Teilung.
Hauspreise, die hier nicht als Balkonpreis gelten
Die Verbraucherzentrale nennt am 2. Juli 2026 für Heimspeicher ab 5 kWh etwa 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde inklusive Installation, kleinere Speicher je Kilowattstunde teurer, Tendenz fallend. Das ist eine Spanne für Hausanlagen. Sie ist nicht der Preis eines 2-kWh-Balkon-Akkus und wird in diesem Rechner nicht umgerechnet.
Im FAQ vom 6. März 2026 steht außerdem, ein kleines Solarkraftwerk mit Speicher sei mit einer Investition von ca. 1.500 Euro deutlich günstiger als die Anlage auf dem Dach. Das ist ihre grobe Angabe, kein Angebot und nicht die 1.199 Euro der Voreinstellung. Für die große Dachanlage nennt dasselbe FAQ etwa 10.000 bis 20.000 Euro. Beides bleibt dort stehen. In den Rechner gehört der Betrag von deiner Rechnung.
Für den Zählerwechsel schreibt das FAQ, dem Betreiber dürften keine Kosten in Rechnung gestellt werden. Einen Betrag in Euro für eine Zählermiete haben wir deshalb nicht. Der Rechner zieht keine Miete ab und auch keinen Zuschuss.
1.199 Euro im Rechner durch deine Rechnung ersetzenWelche Zuschüsse auf diesen Seiten belegt sindWie 67,6 Prozent und 35,0 Prozent entstehen
Die Rückzahldauer des Speichers selbst ausrechnen
Dieselbe Anlage zweimal, dann nur die Differenz und nur den Speicherpreis.
Ohne Speicher notieren. Öffne den Rechner ohne Speicher und schreib die Ersparnis auf. Bei den Voreinstellungen und 1.600 Wp sind das 199,01 Euro.
Speicher dazunehmen. Wähle 2,0 kWh oder die Stufe, die du kaufen würdest. Die neue Ersparnis minus die alte ist der Speicherbeitrag. Im Standardlauf sind das 106,89 Euro.
Nur den Speicherpreis teilen. Teile den Preis des Speichers durch diesen Beitrag. Die Amortisation des ganzen Sets ist die andere, freundlichere Zahl.
Rechnung statt Tabelle. Ersetze die Modellkosten durch den Betrag auf deiner Rechnung. Die interne Tabelle ist kein Angebot.
Stand: 21. Oktober 2026
Quellen
- § 8 EEG 2023, AnschlussAbsatz 5a: Steckersolargeräte bis 2 kW und 800 VA hinter der Entnahmestelle, unentgeltliche Abnahme, Anschluss ohne zusätzliche Meldung an den Netzbetreiber. MaStR-Pflichten bleiben. Abgerufen am 21.10.2026.
- § 3 EEG 2023, BegriffsbestimmungenNummer 43 definiert das Steckersolargerät als Solaranlage, Wechselrichter, Anschlussleitung und Stecker, ohne Speicher. Nummer 1 zählt Einrichtungen mit, die ausschließlich aus Erneuerbaren zwischengespeicherte Energie wieder in Strom umwandeln. Nummer 46a verweist die unentgeltliche Abnahme auf § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2. Abgerufen am 21.10.2026.
- Bundesnetzagentur, FAQ Balkon-SolaranlagenSteckersolargerät nach § 3 Nr. 43 EEG, 2.000 Watt Module, 800 VA, höchste wählbare Leistung, unentgeltliche Abnahme, keine Netzbetreiber-Meldung für das Gerät selbst, Zähler nach § 10a EEG. Ein Abschnitt nennt den Stand 21.02.2025. Abgerufen am 21.10.2026.
- Verbraucherzentrale, FAQ zu Steckersolar-GerätenStand 6. März 2026. Wechselrichter höchstens 800 Watt, Module bis 2.000 Watt Peak. Keine EEG-Ausnahme für Speicher, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Einspeisung ohne Vergütung wegen unentgeltlicher Abnahme nach dem Solarpaket I vom Mai 2024. Ein 400-Watt-Modul bei unverschatteter Südausrichtung und 30 Grad rund 400 kWh im Jahr. Investition mit Speicher ca. 1.500 Euro, als grobe Angabe der Verbraucherzentrale. Zählerwechsel darf dem Betreiber nicht in Rechnung gestellt werden. Abgerufen am 21.10.2026.
- Verbraucherzentrale, Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?Stand 2. Juli 2026. AC-Kopplung speist erst ins Hausnetz und lädt von dort, DC lädt fast direkt aus dem Solargenerator und nutzt einen Hybridwechselrichter. DC hat im Schnitt etwas weniger Umwandlungsverluste, AC ist oft leichter nachzurüsten. Autarkie im typischen Einfamilienhaus von rund 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent. Richtwert etwa 1,5 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, Beispiel 5 kWp und 5.000 kWh mit rund 7,5 kWh. Preise etwa 300 bis 700 Euro je kWh ab 5 kWh inklusive Installation. Erwartete Lebensdauer 10 bis 15 Jahre. Abgerufen am 21.10.2026. Das sind Hausanlagen, nicht das Balkon-Modell.
Keine Rechtsberatung und keine Kaufempfehlung. Stand: 21. Oktober 2026. Wiedergegeben ist nur, was die verlinkten Stellen schreiben oder was der Rechner aus den genannten Annahmen ausgibt. Im Zweifel gilt der Text der Behörde, nicht diese Zusammenfassung. 199,01 Euro, 305,90 Euro, 106,89 Euro und die Jahre sind Ausgaben dieses Rechners bei den genannten Annahmen. Die Quellen enthalten diese Beträge nicht.
Fragen
Warum ist eingespeister Strom hier 0 Euro wert?
Die Sonderregeln in § 8 Absatz 5a EEG setzen die unentgeltliche Abnahme voraus. Die Bundesnetzagentur schreibt, dass der Betreiber dabei keine Einspeisevergütung erhält. Die Verbraucherzentrale sagt das im FAQ vom 6. März 2026 für Steckersolar-Geräte nach dem Solarpaket I. Einen Cent-Satz für die reguläre Vergütung setzen wir nicht ein.
Sind 1.199 Euro ein aktueller Shop-Preis?
Nein. 1.199 Euro sind 532 Euro Modulanteil plus 667 Euro für die Stufe 2,0 kWh aus der internen Tabelle des Rechners. Die Verbraucherzentrale nennt ca. 1.500 Euro als grobe Investition für ein kleines Gerät mit Speicher, Stand des FAQ 6. März 2026. In das Kostenfeld gehört deine Rechnung.
Wird der Speicher schneller fertig, wenn der Strompreis steigt?
In der einfachen Teilung nicht. Die rechnet mit dem Arbeitspreis von heute. Die Zehn-Jahres-Kurve legt 3 Prozent je Jahr darauf. Das ist eine Annahme des Programms. Die Verbraucherzentrale nennt Annahmen von 4 bis 8 Prozent unrealistisch hoch und sagt, eine Prognose sei schwierig.