Ehrlicher Rechner

Vor oder hinter dem Wechselrichter

Sitzt der Speicher vor oder hinter dem Wechselrichter?

Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026

Balkonkraftwerk & Speicher Rechner, kostenlos, Preis 0 EUR. Die Web-Anwendung rechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Speicherverluste und Amortisation im Browser. Eingespeister Strom zählt mit 0 Euro.

Das ist die ganze Unterscheidung. DC lädt aus dem Gleichstrom der Module. AC nimmt Wechselstrom aus dem Hausnetz zurück in den Akku. Der Rechner kann nur den ersten Weg.

Was die Verbraucherzentrale unter den beiden Wegen versteht

Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Fürs Hausnetz und fürs öffentliche Netz wird daraus Wechselstrom. Die Verbraucherzentrale, Stand 2. Juli 2026, sortiert Speicher danach, auf welcher Seite sie hängen.

AC-gekoppelt: Der Wechselrichter der Photovoltaikanlage speist zuerst ins Hausnetz. Der Speicher holt den Strom von dort zurück. Er hat einen eigenen Wechselrichter, der in beide Richtungen arbeitet, Wechselstrom zu Gleichstrom zum Laden und Gleichstrom zu Wechselstrom für die Geräte.

DC-gekoppelt: Der Solarstrom geht fast auf direktem Weg vom Solargenerator in die Batterie. Einen eigenen Wechselrichter braucht dieses System nach derselben Stelle nicht. Es nutzt den Wechselrichter der Anlage mit. Einen Wechselrichter, an den auch der Speicher angeschlossen wird, nennt die Verbraucherzentrale Hybridwechselrichter.

Zum Wirkungsgrad schreibt sie einen Satz und keine Prozentpunkte: DC-gekoppelte Systeme haben im Schnitt etwas weniger Umwandlungsverluste als AC-gekoppelte Speicher. AC-Systeme seien oft flexibler zu kombinieren und bei einer schon vorhandenen Anlage einfacher nachzurüsten. Eine Euro-Differenz fürs Balkonkraftwerk steht dort nicht. Deshalb steht hier keine.

Was dieser Rechner davon wirklich rechnet

In jeder Stunde passiert der Gleichstrom in dieser Reihenfolge. Zuerst deckt er die Last, begrenzt durch den Wechselrichter. Was übrig ist, lädt den Speicher, bis die nutzbare Kapazität oder die Ladegrenze voll ist. Erst danach geht Reststrom ins Netz, wieder nur bis zur freien Wechselrichterleistung. Was dann noch übrig ist, wird abgeregelt. Anschließend entlädt der Speicher in die restliche Last, wieder durch den Wechselrichter.

Das ist der DC-Weg: Der Akku sieht den Strom, bevor der Wechselrichter abregelt. Bei 2,0 kWh sind 90 Prozent nutzbar, also 1,8 kWh. Beim Entladen kommen 88 Prozent an. Die Lade- und Entladeleistung ist auf das Minimum aus 2,4 kW und dem Maximum aus 0,6 kW und 0,8 mal der Nennkapazität begrenzt. Bei 2,0 kWh sind das 1,6 kW. Ein Balkonwechselrichter von 800 W liegt darunter, er ist dann die engere Grenze für das, was ins Haus geht.

Einen AC-Speicher, der erst nach der Abregelung aus der Steckdose lädt und dabei ein zweites Mal wandelt, gibt es in diesem Ablauf nicht. Die 88 Prozent sind eine Stufe, nicht die Differenz, die die Verbraucherzentrale zwischen AC und DC nur als „etwas weniger“ beschreibt. Wer ein AC-Gerät kauft, darf die Euro aus diesem Rechner nicht als dessen Verluste lesen.

Die Reihenfolge Stunde für Stunde1,8 kWh nutzbar, rund 1,6 kWh abgegebenEin Datenblatt mit Gleichstrom-Ausgang

Der Speicher ist kein Steckersolargerät

§ 3 Nummer 43 EEG definiert das Steckersolargerät als Solaranlage, Wechselrichter, Anschlussleitung und Stecker zum Endstromkreis. Ein Speicher kommt darin nicht vor. Nummer 1 desselben Paragraphen zählt als Anlage auch Einrichtungen, die zwischengespeicherte Energie aus erneuerbaren Energien wieder in elektrischen Strom umwandeln.

Die Verbraucherzentrale schreibt dazu am 21. Oktober 2026: Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 gilt seit dem 1. Dezember 2025 für Steckersolar-Geräte ohne Speicher. Für Geräte mit Speicher ist eine weitere Norm in Arbeit. Speicher müssen neben dem Marktstammdatenregister beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bis 800 Watt Einspeiseleistung gilt nach der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105 ein vereinfachtes Verfahren, Formular F.1.2, das du selbst ausfüllen kannst. Nicht jeder Netzbetreiber akzeptiert das schon. Bis zum 1. März 2027 darf noch die ältere Fassung gelten, in der dieses Verfahren nicht stand.

Im Register ist der Speicher eine eigene Einheit. Die Verbraucherzentrale, Stand 23. Juli 2026, nennt die Frist einen Monat nach Inbetriebnahme, für die Solaranlage und für den Batteriespeicher jeweils einzeln, auch am Steckersolar-Gerät. Eine fehlende Eintragung kann nach derselben Seite die EEG-Vergütung kosten und ein Bußgeld nach § 95 EnWG nach sich ziehen. Einen Betrag nennt sie nicht. In diesem Rechner ist der Export ohnehin 0 Euro, solange die unentgeltliche Abnahme gilt. Die Anmeldung ändert keine Zeile der Ersparnis.

Speicher zum Netzbetreiber, mit den älteren QuellenTabelle der MeldewegeNachrüsten an eine laufende Anlage

Nachrüsten heißt nicht automatisch der AC-Weg

Die Verbraucherzentrale nennt die leichtere Nachrüstung als Vorteil der AC-Kopplung, weil die vorhandene Anlage bleiben kann. Ein DC-System setzt voraus, dass der Wechselrichter den Speicher mit anschließt, oder dass du ihn gegen einen Hybridwechselrichter tauschst. Beides beschreibt sie für Photovoltaikanlagen, nicht als Bauanleitung für ein bestimmtes Balkonmodell.

Der Reiter Nachrüstung in diesem Rechner ändert nur die Kostenlogik: Gezählt wird, was der Speicher an Ersparnis dazubringt. Der Stundenablauf bleibt der DC-Ablauf. Ein AC-Gerät, das den schon abgeregelten Strom aus der Dose holt, findet darin keinen eigenen Schalter.

Reiter Nachrüstung, weiterhin das DC-ModellDie Differenz in Euro, nicht in Kopplungsarten

AC und DC auseinanderhalten, bevor du den Rechner liest

Erst der Stromweg, dann die Meldung, dann die Zahl aus dem Modell.

  1. Datenblatt auf den Anschluss legen. Steht der Speicher zwischen Modul und Wechselrichter, ist das der DC-Weg der Verbraucherzentrale. Hängt er an der Steckdose und hat einen eigenen Wechselrichter, ist es der AC-Weg.

  2. Verluste nicht aus diesem Rechner nehmen. Der Rechner rechnet eine Stufe mit 88 Prozent. Die Verbraucherzentrale sagt nur, DC habe im Schnitt etwas weniger Verluste, ohne Prozent fürs Balkonkraftwerk.

  3. Speicher getrennt melden. Register und Netzbetreiber. Bis 800 Watt Einspeiseleistung nennt die Verbraucherzentrale das Formular F.1.2. Bis 1. März 2027 kann der Netzbetreiber noch die alte Regel anwenden.

  4. Euro nur als DC-Lauf lesen. Die Ersparnis im Rechner setzt voraus, dass der Akku vor der Abregelung lädt. Für ein AC-Gerät ist das eine andere Anlage.

Stand: 21. Oktober 2026

Quellen

  • Verbraucherzentrale, Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?Stand 2. Juli 2026. AC-Kopplung speist erst ins Hausnetz und lädt von dort, DC lädt fast direkt aus dem Solargenerator und nutzt einen Hybridwechselrichter. DC hat im Schnitt etwas weniger Umwandlungsverluste, AC ist oft leichter nachzurüsten. Autarkie im typischen Einfamilienhaus von rund 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent. Richtwert etwa 1,5 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, Beispiel 5 kWp und 5.000 kWh mit rund 7,5 kWh. Preise etwa 300 bis 700 Euro je kWh ab 5 kWh inklusive Installation. Erwartete Lebensdauer 10 bis 15 Jahre. Abgerufen am 21.10.2026. Das sind Hausanlagen, nicht das Balkon-Modell.
  • Verbraucherzentrale, Gesetze und Normen für SteckersolarStand 21. Oktober 2026. Solarpaket I: 800 Watt Wechselrichter und 2.000 Watt Module, vereinfachte Anmeldung seit 1. April 2024, keine Anmeldung des Steckersolargeräts beim Netzbetreiber seit Mai 2024. DIN VDE V 0126-95 seit 1. Dezember 2025 nur für Geräte ohne Speicher. Speicher zusätzlich im Register und beim Netzbetreiber. Bis 800 Watt Einspeiseleistung vereinfachtes Verfahren nach VDE-AR-N 4105, Formular F.1.2. Nicht jeder Netzbetreiber akzeptiert das schon. Bis 1. März 2027 darf noch die Fassung ohne dieses Verfahren gelten. Abgerufen am 21.10.2026.
  • Verbraucherzentrale, MarktstammdatenregisterStand 23. Juli 2026. Neue Anlagen und Stromspeicher innerhalb eines Monats. Solaranlage und Batteriespeicher jeweils einzeln, auch beim Steckersolar-Gerät. Vereinfachte Maske seit April 2024. Fehlende Eintragung: Verlust der EEG-Vergütung und ein Bußgeld nach § 95 EnWG, ohne Betrag. Abgerufen am 21.10.2026.
  • § 3 EEG 2023, BegriffsbestimmungenNummer 43 definiert das Steckersolargerät als Solaranlage, Wechselrichter, Anschlussleitung und Stecker, ohne Speicher. Nummer 1 zählt Einrichtungen mit, die ausschließlich aus Erneuerbaren zwischengespeicherte Energie wieder in Strom umwandeln. Nummer 46a verweist die unentgeltliche Abnahme auf § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2. Abgerufen am 21.10.2026.
  • § 8 EEG 2023, AnschlussAbsatz 5a: Steckersolargeräte bis 2 kW und 800 VA hinter der Entnahmestelle, unentgeltliche Abnahme, Anschluss ohne zusätzliche Meldung an den Netzbetreiber. MaStR-Pflichten bleiben. Abgerufen am 21.10.2026.
  • Bundesnetzagentur, FAQ Balkon-SolaranlagenSteckersolargerät nach § 3 Nr. 43 EEG, 2.000 Watt Module, 800 VA, höchste wählbare Leistung, unentgeltliche Abnahme, keine Netzbetreiber-Meldung für das Gerät selbst, Zähler nach § 10a EEG. Ein Abschnitt nennt den Stand 21.02.2025. Abgerufen am 21.10.2026.

Keine Rechtsberatung und keine Kaufempfehlung. Stand: 21. Oktober 2026. Wiedergegeben ist nur, was die verlinkten Stellen schreiben oder was der Rechner aus den genannten Annahmen ausgibt. Im Zweifel gilt der Text der Behörde, nicht diese Zusammenfassung.

Fragen

Rechnet die Seite einen AC-Speicher an der Steckdose?

Nein. Der Stundenablauf lädt den Speicher aus dem Gleichstrom, bevor abgeregelt wird. Ein AC-Speicher, der den Strom erst aus dem Hausnetz zurückholt, ist darin nicht abgebildet. Die 88 Prozent sind eine Wandlung, nicht der Unterschied, den die Verbraucherzentrale nur qualitativ beschreibt.

Darf ich den Speicher nur im Marktstammdatenregister anmelden?

Nach der Verbraucherzentrale vom 21. Oktober 2026 nein. Der Speicher kommt zusätzlich zum Register zum Netzbetreiber. Bis 800 Watt Einspeiseleistung gibt es das vereinfachte Formular F.1.2. Nicht jeder Netzbetreiber akzeptiert es schon, bis 1. März 2027 darf die ältere Anwendungsregel noch gelten.

Gilt die Produktnorm auch fürs Gerät mit Akku?

Die Verbraucherzentrale schreibt am 21. Oktober 2026, dass DIN VDE V 0126-95 seit dem 1. Dezember 2025 für Steckersolar-Geräte ohne Speicher gilt. Für Geräte mit Speicher sei eine weitere Norm in Arbeit.